Ruhrcacher Blog

September 5, 2010

Geocaching in Heftform

Filed under: Geocaching — Schlagwörter: , , , , , , — ruhrcacher @ 12:41

Via Tweed vom @Berufsgeocacher bin ich auf ein Bild aufmerksam geworden, welches eine Geocaching-Zeitschrift zeigt. Eine perfekte Fotomontage wie ich fand. In Zeiten von Photoshop ein Klacks, aber wirklich gut gemacht. Also mit Preis, Barcode und allem drum und dran.
Spaßeshalber besuchte ich auch die aufgedruckte Webseite www.geocaching-magazin.com
Diese wirkte auch ziemlich echt. Naja, dachte ich mir, es gibt wohl eine neue Geocaching-Zeitschrift im PDF-Format. Kennt man ja schon vom Luxemburger Geocaching Magazin. Nur, dass diese neue Ausgabe aus Deutschland viel aufwendiger gestaltet ist und wirklich wie ein Printmedium aussehen soll.
Sieht aber wirklich verdammt echt aus, und das mit dem 4,70€ meinen die wohl auch ernst. Habe erstmal ins Impressum geschaut, da steht wirklich ein Verlag hinter. Habe ich in den zwei Wochen umreisen durch Deutschland etwas verpasst?

Das Heft ist natürlich längst schon im GeoClub ein Thema. Die Resonanz für die Ausgabe an sich ist durchweg positiv, die Kritik an der „Veröffentlichung“ unseres Hobbys ist natürlich nicht von der Hand zuweisen. Zeit sich selbst ein Bild davon zu machen.
Zunächst zum Preis: 4,70€ kostet das Heft auf der Ladentheke. Das ist an sich schon recht viel. Das Magazin „Funkamateuer“ kostet z.B. nur 3,80€. Das GC-Magazin erscheint aber nur alle zwei Monate, was die Ausgabe von fast fünf Euronen verschmerzen lässt. Zwei Monate finde ich auch eine angemessene Zeit für qualifizierte Recherche. Außerdem ist das Heft komplett in Farbe, teilweise mit doppelseitigen Panoramen. Das kostet im Druck natürlich… Aber hey, wie Christian Gallus im Editorial der ersten Ausgabe schreibt, es ist ein historischer Moment, dem wir da beiwohnen dürfen. Und da kann man sich auch mal 4,70€ leisten.
Übrigens zahlen Online-Besteller direkt beim Verlag nur 4,20€. Laut Forenmitglieder klappte die Bezahlung auch reibungslose und die bestellte Ware kam beim Empfänger an. Wenn ich mir den Frust um das „on-radio.de Magazine“ ansehe, ist das keine Selbstverständlichkeit. Dort wurde irgendwann eine kostenpflichtige PDF-Zeitschrift für CB-Funker sang & klanglos eingestellt. Übrigens sind alle aktiven CB-Funk-Zeitschriften der letzen 30 Jahre mittlerweile ebenfalls aus dem Zeitungskiosk verschwunden. Nur noch Nischenhobby halt…

Gestern gesehen, heute am Sonntag schon auf dem Tisch, dass geht nur über die gute alte Bahnhofsbuchhandlung.
Dort fand ich zunächst weder in der Abteilung „Hobby+Freizeit“, „Sport+Motor“ noch bei den Reisemagazinen. Der freundlichen Verkäuferin sagte Geocaching aber etwas (Hoecker sei dank) und gemeinsam fanden wir das letzte Exemplar irgendwo dazwischen. Keine Sorge, es wird hier in Flensburg nachbestellt und nach meinem Tipp hoffenlich auch bei „Hobby+Freizeit“ einsortiert.

So, die ersten Eindücke:

  • 76 Seiten
  • Wie schon geschrieben: Alles in Farbe und reich bebildert
  • Kein billiges Papier, sondern alles fest und hochglanz
  • Keine schwammigen Umschreibungen für Muggel, sondern klare Cacher-Sprache!
  • Produktests und Werbung sind absolut Zielgruppen gerecht
  • Es werden auch Tools & private GC-Seiten vorgestellt wie z.B. der von Team Gummiseele. (ich berichtete selbst über den Statbarfrosch)

Generell gefällt mir die Themenliste. Auch wenn jetzt nicht die supergeheime Neuigkeit ans Tageslicht kommt und man alles auch im Internetz nachlesen kann, so sind es durch aus Themen, die mich interessieren und die hier recherchiert zum offlinelesen auf der Keramik zusammengestellt wurden.

Aus dem Inhaltsverzeichnis

  • London Calling
    „London ist eine Cache-Reise wert. Wir haben uns dort umgeschaut und Interessantes erlebt.“
  • Darf’s ein bisschen mehr sein?
    „GPS oder GPS oder GPS. Wieviel Sateliten-Kontakt beim cachen notwendig ist, lesen Sie hier.“
  • Fantastic Plastic
  • „Cacher sind Tupperdosen-Verstecker. Wir haben verfolgt, wo die Küchenhelfer herkommen.“
  • LED Lenser – Fenix
    „LED Lenser und Fenix sind in der Cacherszene zwei etablierte MArken. Wir zeigen die Unterschiede“
  • Shoe for you
    „Cacher brauchen gescheites Schuhwerk. Wir zeigen, worauf du beim Kauf achten musst.“
  • Cachen statt abhängen
    „Kinder mit Geocachen in Natur zu bringen, ist sehr leicht. Das haben auch der WWF und DWJ erkannt.“
  • Pimp my Garmin
    „Wie viel Potenzial mehr in einem Garmin stecken kann, haben wir ausprobiert und finden es klasse.“
  • Tante Ju aus Ringebu
    „Es gibt Orte, da kommen selbst Cacher seltener hin. Dieser ist seit 2002 erst 42-mal geloggt worden.“

Ich persönlich hat die Vorstellung des neuen Magellan eXplorist GC gefreut, von dem ich sonst wohl nicht so schnell erfahren hätte. Da aber auch das neue Garmin GPSmap 62 und etliche andere vorgestellt und verglichen werden, zeigt sich eine wirkliche Unabhängigkeit. Das hat sich das Magazin auch selbst auf die Fahnen geschrieben.
Schaut man in die Redakteursliste, so findet man den ein oder anderen vertrauenswürdigen Geocacher, der sich aufs schreiben versteht. Das ganze Magazin kommt wirklich authentisch daher, ist zielgruppen gerecht und auch entsprechend rücksichtsvoll. Ich fühle mich nicht durch Werbung belästig und bei den Caches (z.B. GC2181) wird nicht gespoiltert.

Einziger  dicker Faupax:
Deutlich sichtbarer Trackingcode eines fremden und reisenden TBs direkt auf Seite 6 & 7. Es ist nicht erkennbar, ob diese Aktion mit dem amerikanischen Owner abgesprochen ist. Nun wird dem Ami  das Postfach von deutschen Magazinlesern vollgespamt. Wie die zwei Fragezeichen schon treffend loggten: „Hey, wie clever! Hiermit haben die Herausgeber des Magazins gleich eine aktuelle Leserliste!“

Gezählt habe ich diese Logs aber noch nicht.  Das Magazin scheint aber wirklich nachgefragt zu sein, ist auch wirklich im Handel zu bekommen und erntet positives Feedback. Auch wenn ich sekeptisch bin, ob wir soetwas wirklich brauchen sehe ich einiges Potential in der Zeitschrift und freue mich auf die zweite Ausgabe am 21.10.2010. Ich hoffe doch mal, dass es keine Einzelausgabe bleibt.
Den Machern wünsche ich ein glückliches Händchen bei der weiteren Themenauswahl und viel Erfolg dabei die Leserschaft bei der Stange zu halten.

Nachtrag:  Am 28.08.2009 schreib ich im Geoclub-Thread „Geocaching Zeitschrift„:

hier meine 2,5cents

ich betrachte Geocaching als ernsthaftes Hobby (zumindest was den Aufwand angeht). Und jedes ernsthafte Hobby hat eine eigene Zeitschrift, seien es nun die Modelbauer, Funkamateure, Camper, etc.
Allerdings, und da ist die Schelte der letztgenannten vorprogrammiert, finde ich das eher (eher der Organisation wegen) altbackend.
Das Internet ist dort nur ein externes optionales Hilfsmittel.
Geocaching findet aber im Internet statt. Das Netz ist DAS Wahl-Medium der Cacher, siehe Listings, Blogs, Podcasts, Shops. Es gibt nur wenige Bücher und kaum Ladengeschäfte.
Paperless ist hingegen Trumpf. Ich zumindest möchte mir keine Aktenordner (mehr) mit kompletten Jahrgängen ins Regal stellen.
Das ist auch alles eine Kosten frage. Denn sehen wir es nach dem härtesten Argument, dem Geld: Eine Zeitschrift in geringer Auflage ist teuer in der Produktion, schwieriger zu vermarkten und hat einen hohen Stückpreis beim Endverkauf.
Und das Risiko möchte sicher niemand eingehen, umgekehrt möchte niemand ein Blatt kaufen, dessen Informationen man kostenlos im Internet bekommen kann.
Man Inhalte mangelt es nicht: Bauanleitungen, Gerätevorstellungen, Tourenvorschläge usw. Alles was auch in einem herlömmlichen Outdoor-Magazin zu finden ist.
Nur bitte halt nicht als Zeitschrift sondern als monatliches PDF-Magazin im ansprechenden Design!
Das würde ich gut finden!

ach ja, noch ein persönliches Argument: Ich würd’s nur kaufen wenn’s ein YPS mit Gimmick ist

Mit dem Preis hatte ich recht. Aber schön, dass sich jemand traut. Jetzt warte ich nur noch auf mein Gimmick 😉

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Mai 8, 2010

Test(bild)

Nur ein Test: Hello World

Januar 18, 2009

Better Backpacking – Backpacker Magazine

Filed under: Backpacking — Schlagwörter: , , , , — ruhrcacher @ 18:24

Für fast jedes Hobby oder jeder Sportart gibt es im Zeitschriftenregal ein eigenes Magazin. Und dies sogar in einer Zeit wo man sich schnell, preiswert und zellstofffrei in Foren, Blogs und auf Webseiten informieren kann.
Beim Aufräumen sind mir nun zwei Backpacker-Magazne in die Hände gefallen, die bei einem meiner letzten Hostelaufenthalte mitgenommen habe. In Hostels findet man eben nicht nur Flyer, Werbepostkarten und gratis Stadtpläne sondern auch kostenlose Magatine für den Rucksackreisenden.

Themen sind meisten welche Metroplen gerade in sind, Arbeiten im Ausland, geänderte Einreisebestimmungen, Reportagen und Erfahrungsberichte.
Finanziert werden die kostenfreien Printausgaben durch zielgruppenorientierte Werbung. Oft ist dieses nicht mal unterinteressant.

Hier zwei europäische Magazine. Erwähnte ich schon, dass sie allesamt in Englisch sind?
packed magazine
“free magazine for independent travellers”
online lesbar oder liegt zum mitnehmen in Hostels aus

Backpacker Europe
kann online gelesen, kostenfrei in einigen Hostels mitgenommen oder kostenpflichtig abonniert werden

Oktober 14, 2008

T5-Ratgeber: “Geocaching – Seilklettertechnik” (Th. Sadewasser)

Filed under: Geocaching — Schlagwörter: , — ruhrcacher @ 12:31

Langsam aber sicher füllen sich die Regale der Buchhändler mit Geocaching-Literatur. Das Stadium der Einführungsbücher und Erlebnisberichte scheint dabei schon absolviert zu sein. Nun folgt die Spezialliteratur für Spezialcaches.

Thomas Sadewasser - Geocaching - Seilkettertechnik Den Anfang macht Thomas Sadewasser, bereits Autor von zwei weiteren Geocaching-Ratgebern, mit
Geocaching – Seilklettertechnik: Technik für Kletter- und Abseilcaches.

Diese 120 Seiten werden sicher keinen Kletterkurs und viel Übung ersetzten. Auch wenn dies wahrscheinlich im Buch ausdrücklich erwähnt wird, besteht die Gefahr dieses Buch nicht nach dem Einstieg in die Kletterei zu Rate gezogen wird sondern von angehenden T5-Enthusiasten.

Der umgekehrte Zugang, also vom Klettern zum cachen, ist natürlich auch vorstell und weniger heikel.

Spontan fällt mich aber auch nichts zum cachebezogenen Klettern ein, was man nicht auch regulären Kletter-Ratgebern lesen könnte. Denn was man letztlich tut, wenn man oben angekommen ist, ist für das Klettern irrelevant.

Wenn die Serie weitergeführt werden sollte, was aus kommerziellen Interesse höchstwahrscheinlich ist, so plädiere ich für den Band “Kochtipps fürs Geocaching”. Lostplace-Caches und Nachtcaching werden sicher früh genug verhackstückt.

Oktober 9, 2008

Markus Gründel – Geocaching (Wissen für draußen)

Filed under: Geocaching — Schlagwörter: , , — ruhrcacher @ 10:40

Es gibt nur eine handvoll deutschsprachiger Geocaching-Ratgeber. Was heißt eine handvoll? Wenn man keine GPS-Ratgeber dazuzählt, sind es 2 Bücher von Thomas Sadewasser und eines von Markus Gründel. Die Sadewasser Büche habe ich noch nicht gelesen, aber von Geocaching: Basiswissen für Draussen war ich positiv überrascht.

Zunächst darf man natürlich etwas skeptisch sein, wenn ein Verlag ein Geocaching-Buch herausgibt um damit vielleicht auf den Zug auszuspringen. Denn viele Leute, die mit einer neuen Freizeitbeschäftigung anfangen wollen, kaufen erstmal wahllos bücher um sich ein zulesen. Damit lässt sich sicher der ein oder andere Euro machen.
Zum Einlesen, aber auch zum benutzen unterwegs, ist die gelbe Reihe “Outdoor – Basiswissen für draußen” vom Conrad-Stein-Verlag definitiv nicht schlecht. Das Buch ist nicht das erste, welches ich aus dieser Reihe im Regal stehen habe.
Getest habe ich es aber trotzdem vor dem Kauf indem ich mir die erste Auflage in der örtlichen Stadtbibliothek ausgeliehen habe.

Das Buch ist wie alle anderen bebildert und deckt alle wichtigen Themen ab, trotzdem ist es kein Wälzer. Mit 168 Seiten passt es immernoch in die Westentasche und so bequem zum Cachen mitgenommen werden. Und das man es unterwegs auch benutzen kann steht außer frage.
Im Angang befinden sich Tabellen mit den gängigsten Verschlüsselungsverfahren wie ROT13, Bildenschrift, Morsecode, ASCII, Handytastaur, Binärcode, Periodensystem der Elemete, u.v.m.
Also alles Dinge, die auch ich als erfahrener Cacher mit nunmehr 400 Funden benutzen kann. Und dazugelehrnt habe ich bei den Ausrüstungstipps auch.

Auch auch Anfängern wird alles nötige gut verständlich erklärt. Vom GPS über Icons bishin zur gängigen Verstecken.

Was Bücher angeht, die ich frisch gedruckt erwerben möchte, so bin ich wie immer faul und bevorzuge den Amazon-Versand. Gibt ja nicht bequemeres als Onlineshoping. Da kann man mittags von der Arbeit ausbestellen und sich direkt kostenfrei in den Briefkasten oder die Packstation liefern lassen.
Ok, hatte auch noch den Vorteil, dass ich einen 5€-Gutschein einlösen konnte.

Was mich wirklich erstaunt hat, war die echt rasante Lieferung. Ich hätte da mit mindestens einen Tag mehr gerechnet.

Bestellt bei Amazon: Dienstag, 11:06
Versandt bei Amazon: Dienstag, 14:51
Ankunft Packstation: Mittwoch, 14:43

Aber das scheint neben der Leiferung ansich ein Vorteil zu sein. Ansonten könne ich auch in den Laden gehen oder dort telefonisch zur Abholungg bestellen. Dann hätte ich das Buch auch am gleichen oder nächsten Tag.

Wer übrigens bei ebay & Co kaufen möchte, erkennt den Unterschied zwischen der ersten Auflage (veraltete) und der neuen zweiten Auflage an dem Logo der Deutschen Wander Jugend (DWJ).

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