Ruhrcacher Blog

April 25, 2013

Better Backpacking: Sparen bei Gaskartuschen

Filed under: Backpacking — ruhrcacher @ 18:04

Sparen bei Gaskartuschen

gastoasterGaskatuschen sind im Gegensatz zu Gasflaschen von kleineren Fassungsvermögen und nicht nachfüllbar. Das macht sie daher im Preisvergleich pro Kilogramm Gas teurer. Dafür sind sie, besonders im Rucksack einfacher zu tragen.
Die Lebensdauer einer Kartusche hängt natürlich stark vom eigenen Verbrauch ab. Neben dem Kochen sind Gaslaternen zu Beleuchtszwecken beliebt. Abhängig davon wie viel mal kocht oder wie lange man nicht im Dunkeln sitzen möchte, verkürzt sich die Lebensdauer einer Kartusche stark. Im Bild links sehen wir sogar einen Gastoaster.
Wenn die Kartusche dann leer ist, hat man hoffentlich Ersatz zur Hand oder kann welchen besorgen.
Dabei ist die Verbreitung der unterschiedlichen Anschlusssysteme höchst unterschiedlich. (more…)

Dezember 11, 2011

Better Backbacking: PET-Flaschenrohlinge (Petlinge) als Universal-Aufbewahrung

Filed under: Backpacking, Geocaching — ruhrcacher @ 12:47

 

 

Diese Röhrchen nennt man PET-Preforms oder umgangssprachlich Petlinge. Es sind Flaschenrohlinge für PET-Plastikflaschen. Sie werden mit heißer Luft in einer Form zur finalen Flasche aufgeblasen. Die Größe der Flasche ist anhängig von der Größe des Petlings und umgekehrt. Es gibt sie von kleinen Flaschen (0,33L) angefangen bis zu den 5L-Getränkekanistern in allen üblichen Zwischengrößen. Den Petling für solche Kanister kann man getrost als Weithals-Zylinder (40mm Öffnung) bezeichnen. Ansonsten haben fast alle Preforms den bei Getränkeflaschen üblichen 28mm Schraubverschluss. Ausgeliefert werden sie jedoch ohne Verschluss, dieser kann von handelsüblichen Flaschen recycelt werden.
Der absolute Vorteil: Flaschen sind i.d.R. 100% wasserdicht & lebensmittelecht, die Preform erst recht! Sie ist zudem dickwandig und daher recht unzerbrechlich und formstabil.
Bei Filmdosen, als Gegenbeispiel, springt bei Verformung leicht der Deckel ab.

Also eignen sich Petlinge ideal zur Aufbewahrung, von feuchtigkeits- und dreckempfindlichen Kleinteilen. Zum Beispiel Streichhölzer, Stifte, Medikamente oder Batterien. Auch ein guter Schluck Whisky lässt sich darin sicher verpacken.
In einen größeren Petling (für 1,5L) passen problemlos 2 Mignon-Batterien für die Notreserve (es empfiehlt sich die Zwischenräume mit etwas Zeitungspapier auszufüllen)

Marcel Naumann von ausgeruestet.com improvisiert daraus nicht nur eine Batterieaufbewahrung, sondern auch einen preisgünstiger Diffuser für Taschenlampen.

Die Farbgebung der Rohling erstreckt sich übrigens übe die ganze Palette aus dem Getränkeregal: von durchsichtig über blau/grün der Mineralwasserflaschen bis zu pink!
Besonders die gefärbten Petlinge eigenen sich für lichtempfindliche Inhalte (Medikamente).

Gängige Größen sind

Länge   | Gewicht    | Füllvolumen
90mm |   18g    | 15ml
100mm |   24g    | 20ml
130mm |   37g    | 30ml
140mm |   46g    | 35ml
150mm |   52g    | 50ml
150mm |   92g    | 150ml     // 40mm Öffnung

Der Preis variiert um 30 cent (je nach Größe und Händler)

Bezugsquellen:
http://www.pecodu.eu/de/PET-erchen.html
http://www.flaschenland.de

Zubehör:
„Cap2Go Verschluß & Karabiner“ (2-4 Euro) ist dazu gedacht, aus PET-Flaschen eine tragbare Wasserflasche für den Gürtel o.ä. zu machen.
Man erhält einen Karbinerhaken und zwei wiederverwendbare Schraubverschlüssen (28mm Standard und 30mm für Vitel&Co) mit einer eingearbeiteten Trageöffnung.
Statt auf eine Trinkflasche lässt sich die Kappe natürlich einen Petling schrauben und diesen so an Rucksack, Weste usw. befestigen.
[Im Foto gut zusehen.]

Bei Globetrotter (und anderen) bekommt man mit „Keep2go“ eine fertige Kombination aus grünen Petling, obigen 28mm-Verschluss (einzeln) und einer Halsschnur für 3,95€.

PS: Sonstige Anwendungen, die u.a. Körperöffnungen betreffen, überlasse ich der Phantasie jedes einzelnen. Weitere Ratschläge zum Thema Schmuggeln möchte ich nicht geben 😉 Oder habt ihr gerade an was gedacht  😛

Juni 4, 2011

Better Backpacking – Elektronisches auf Reisen

Filed under: Backpacking — ruhrcacher @ 19:34

Eigentlich gilt ja die Devise: So wenig Elektronikkram wie möglich mitnehmen, desto weniger kann kaputt oder verloren gehen!
Naja, früher war das einfach gesagt, da gab es kaum elektronisches zum mitnehmen: Der Fotoapparat hatte einen Film, mit dem Handy zu telefonieren war schweineteuer, Internet gabs unterwegs nur im Internetcafé usw.

Aber schauen wir mal, was heute state of the art ist:

Nicht im Bild, klar, ist die Digicam. Die Modelle reichen heute von Scheckkartengroß-Streichholschachteldünn bis zur digitalen Version der Spiegelreflexkamera. Größter Vorteil: Es wird kein Vorrat an Filmpatronen benötigt, die unterwegs schaden nehmen können und bei denen jedes Bild bares Geld bedeutet. Auf die modernen Chipkarten passen mittlerweile gleich mehrere Weltreisen. Dumm nur, wenn diese eine Karte mit allen Bilder drauf kaputt geht. Tipp daher: Die Karten sind so preiswert, dass man mehrere parallel verwenden sollte. Ggf. einfach unterwegs eine Sicherheitskopie anfertigen.

Wer nicht Hobbyfotograf ist und nur mal ein paar Schnappschüsse machen will, braucht vlt. gar keine eigenständige Kamera. Die in den Handys verbauten Megapixelkamera reichen oft an die Qualität von einfachen Digicams ran und sind immer dabei. Es gibt sogar schon GPS-Handnavigationsgeräte wie das Garmin Oregon 550 oder Magellan Explorist 710 mit eingebauter Kamera!

Generell ist so ein Handnavi der ideale Wegbegleiter, bzw. Pfadfinder. Wo man früher mit der Wanderkarte oder dem Stadtplan rumstand, wird man heute satellitengestützt durch Wälder und Häuserschluchten geführt.Es haben zwar viele Autonavis auch einen Fahrradfahrer- oder Fußgängermodus, diese sind aber nur bedingt tauglich. Die Geräte von Magellan und Garmin hingegen sind direkt für Wanderer, Radfahrer, Wassersportler und Querfeldein-Läufer konszipiert. Die nach Kartenmaterial sind sie dabei sogar routingfähig, d.h. sie geben Abbiegehinweise wie ein Autonavis. Während sich die Navis bisher nur durch piepsen bemerkbar machten, im Auto also nur visuell zu bedienen waren, bietet das neue Garmin Montena sogar  erstmals eine Sprachausgabe. Hier heißt es dann auf der Autobahn plötzlich wieder „Bitte wenden“.

Kamera und GPS sind auch zu festen Funktion in modernen Smartphones geworden. Was früher nur ein tragbares Telefon war, ist heute ein Taschencomputer mit Videochat, Autonavigation, Steroanlage und Internetzugang. Egal ob vom angebissenen Obst oder von anderen Herstellen, man bekommt ein All-In-One-Gerät, mit dem man vielleicht sogar telefonieren kann. So schön praktisch das ist, der größte Nachteil ist ihr Energiehunger. WLAN, GPS, Bluetooth usw. saugen den kleinen Akku sehr schnell leer. Tägliches nachladen wird unterwegs zur Pein. Im Vergleich dazu hat ein herkömmlichen Handy zum Nur-Telefonieren und Nur-SMSen (evtl. sogar noch mit Monochrom-Display) eine Standby Zeit von ca. 1 Woche.

Ob man einen MP-Player oder gar ein Taschenradio mitnimmt, muss jeder selbst wissen. Auf den kleinen Weltempfänger verzichte ich mittlerweile. Praktischer ist das eingebaute UKW-Radio im Handy bzw. im MP3-Player. Die lokale Musik ist eh besser und störungsfreier als das Rauschen aus der großen weiten Welt. Ein Hörbuch bei langen Flügen oder Bahnfahrten zu hören finde ich hingegen sehr entspannend. Auch hier gilt: Diese Funktionen, gerade im Smartphone, saugen den Akku schneller leer. Viele MP3-Player haben oft nur noch einen fest eingebauten Akku.

Man kommt bei allen elektronischen Geräten nicht umher Ersatzakkus und das Ladegerät mitzunehmen. Die Akkutechnologie hat auch Fortschritte in Richtung selbstenladefreier Akkuzellen mit hoher Leistung gemacht (Stichwort Sayno eneeloops). Hohe Kapazitäten sind bei allen Geräten mit selbstleuchtetenden (Farb)Display Pflicht, ebenso bei der Digicam mit ihrem Blitzlicht. Ein kleines Ladegerät sollte daher im Gepäck sein. Wichtig ist, dass es auf den verwendeten Akkutyp (NiCD, NiMH, LiPo) zugeschnitten ist. Ansonsten ruiniert man sich ganz schnell die teuren Brennstoffzellen.

Glücklich kann sich schätzen, wer mehrere Geräte mit dem gleichen genormten Ladestecker besitzt. Der Trend dabei geht bei vielen Herstellern zum Mini-USB-Stecker auf der Geräteseite und oft zu USB-A-Steckern auf der Ladeseite. So können die Geräte auch am USB-Port des Computer/Laptops geladen werden. Falls der  Hersteller nicht freiwillig ein 230V-Schuko-auf-5V-USB-Steckernetzteil mitliefert, so sind diese preiswert anderswo zu erwerben. Natürlich auch in der Ausführung für 12V-KfZ-Steckdosen via Zigarettenanzünder.Der große Vorteil ist, dass der USB-Standard auf 500mA bei 5V genormt ist,was für viele Handys, MP3-Player, Digicams, Navis, usw. ausreichend ist.

Im Wald der verschiedenen Steckernormen, allein Mini-USB-Stecker gibt es in 5 Versionen, sind Mehrfach-Adapter von Vorteil. Achja, an Adapter und ggf. Spannungswandler (110/230V/, 60/50Hz) für die Wandsteckdose sollte man bei Fernreisen unbedingt denken. Auch in Europa passt der deutsche Schutzkontaktstecker nicht in jede Dose. Kompatibler fährt man eh mit dem Eurostecker.

Blöd ist natürlich wenn das Handy nach seinem Ladegerät schreit, wenn weit und breit keine Steckdose in der Nähe ist. Auch hier gibt es tragbare Lösungen, die multifunktional einsetzbar sind. Natürlich könnte man einen gerätespezifischen Ersatzakku einpacken, dieser passt aber leider nicht in den MP3-Player. Durchgesetzt haben sich daher externe Akkupacks mit Steckeradaptern für verschiedene Handymodelle oder direktem USB-Anschluss fürs original Ladekabel. Der Strom kommt dann aus der zuvor aufgeladenen Konserve: Z.B. dem eingebauten LiPo-Akku. Einige Geräte lassen sich mit herkömmlichen Mignon-Batterien bestücken. Für den Notfall haben einige auch eine Solarzelle oder gar eine Dynamokurbel eingebaut. Was tut an nicht alles um erreichbar zu bleiben und in der Wildnis nicht auf seine Lieblingsband verzichten zu müssen 😉

Apropos erreichbar bleiben… Wie man unterwegs, insbesondere im Ausland, preisgünstig telefoniert hatte ich bereits gebloggt und auch Skype/VoIP erwähnt. Natürlich gibt’s für WLANfähige Handys sicher eine App 🙂 (z.B. von Skype oder Sipgate). Wer sein Netbook dabei hat, benötigt für ungestörtes Telefonieren lediglich ein Headset oder ganz stylisch ein USB-Phone. Letzteres sieht aus wie ein Telefonhörer und wird am USB-Port angeschlossen. Praktisch sind Headset /USB-Phone natürlich auch, wenn man im Internetcafé oder am einzigen freien PC der Jugendherberge online gehen kann. Wer möchte kann natürlich noch eine Webcam mitschleppen (falls im Schläppi nicht eingebaut). Das Teil oben rechts auf meinem Netbook ist übrigens eine USB-Leuchte. Sehr praktisch!

Ebenfalls unverzichtbar ist ein so genanntes Kennsingtonschloß. Es dient dazu den Laptop (oder auch Beamer ganz PC in öffentlichen Gebäuden) gegen Diebstahl anzuketten. Dabei wird das eine Ende wie bei einem Fahrradschloß um einen immobilen Gegenstand geschlungen, das andere abschließbare Ende in der Schloßkerbe des Laptops verriegeln. Das ganze verhindert, dass sich jemand den Läppi mal eben unter den Arm klemmt und Fersengeld gibt. Gegen gezielten Bolzenschneidereinsatz sind die meisten (preiswerteren) Schlösser nicht geschützt.

Mai 17, 2011

Gut Informiert zur GeoFarm in die Schweiz

Filed under: Backpacking, Geocaching, Tutorial — ruhrcacher @ 16:51

Die eidgenössischen Organisatoren des Megaevents GC2C4WD in der Schweiz haben alle angemeldeten Besucher bereits per Newsletter umfassend informiert. Natürlich, nur was Anreise, Übernachtung und Eventteilnahme betrifft.

Da das Event im tiefsten Ausland statt findet, stellen sie für einige Cacher vorab weitere tiefschürfende Fragen: „Was brauche ich an Geld & Papieren“.
Auch wenn’s nur für ein verlängertes Wochenende oder mit anschließenden Sommerurlaub hingeht, eine wirklich gute Frage.

Das mit dem tiefen Ausland meine ich jetzt nicht nur geographisch unterhalb der Deutschlandkarte. Die Schweiz ist, was in der Tat schon einige Damen & Herren überrascht hat, nicht Mitglied der EU und der Eurozone. Damit wäre eine Reise in die Schweiz vom Prinzip her vergleichbar mit einer Reise in die USA oder nach Aserbaidschan 😉
Zumindest muss man sich da auch mehr Gedanken machen, als im kleinen Grenzverkehr zwischen den EU-Ländern. Die Nordrhein-Vandalen fahren mal eben zum Einkaufen in die Niederlande, die Schleswiger & Holsteiner mal eben zum relaxen rüber nach Dänemark. Es ist so einfach geworden mit Euro und Personalausweis im Gepäck

Einfach ist es auch in der Schweiz, nur damit da jetzt nicht der Eindruck einer Ostblockreise zu früheren Zeiten aufkommt. Die Schweiz hat sich nämlich im Dezember 2008 dem Schengen Raum angeschlossen, was eine visumsfreie Einreise ohne aufwenige Grenzkontrollen ermöglicht.
Es sind wahrlich nur noch Kleinigkeiten, die man bedenken muss. (more…)

November 2, 2009

Better Backpacking – SMS aus dem Orbit

Filed under: Backpacking, Linktipps — Schlagwörter: , , , — ruhrcacher @ 15:51

In dem Artikel „Better Backpacking – Preisgünstig Telefonieren“ habe ich euch vorgestellt, wie es  auf Reisen optimal telefonieren lässt. Die Möglichkeit „Satellitentelefon“ habe ich dabei bewusst außer acht gelassen.  Über Satelliten zu telefonieren ist zwar in eingen dünnbesiedelten Gebieten die einzige Möglichkeit des Fernsprechens, aber definitiv NICHT low budget. Allein einfache Satellitentelefone kosten in der Anschaffung soviel wie ein modernes Iphone. Und die Gesprächsgebühren liegen bei ca. 1$/Min.

Bei meiner Recherche bin ich aber auf die Möglichkeit gestoßen immerhin kostenfrei SMS via Internet in verschiedene Satellitenhandynetze zuschicken.
Vlt. kennt ihr ja jemanden, der sich über galaktische Grüße in die Wüste freut.

Thuraya (Vorwahl +88216)
http://services.thuraya.com/sms.html

Irudium (Vorwahl +8816)
http://iridium.com/sendmsg/sendmsg.html

Globalstar
http://www.globalstareurope.com/en/content.php?cid=911
http://www.globalstarusa.com/en/services/enhancedservices/g2sms.php

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