Ruhrcacher Blog

Juli 24, 2011

WhereIGo mit dem Android Smartphone

Filed under: Geocaching, Software — Schlagwörter: , , , — ruhrcacher @ 12:41

Die Frage WhereIGo beantwortet der Android Market mit WhereYougo.
Diese kostenfreie App verwandelt das Smartphone zum vollwertigen Abspielgerät für die sogenannten Cartridges. Natürlich einen eingebauten GPS-Empfänger vorrausgesetzt, kann man so auf die Anschaffung eines Garmin Colorado, Oregon oder Montana verzichten. Das kommt Besitzerer älterer und anderer GPS-Geräte sehr entgegen.

Bei meinen ersten Test bei Essens erstem WhereIgo-Geocache The Simpsons (GC2WG83) von „aufwolke7“ habe ich noch weitere Vorteile entdeckt.
Dieser Runde zusammen mit Roxianna und TomiXnet über das Zollvereingelände war zugleich mein erster selbstgelaufener WhereIgo.  Mangels eigener kompatibler Hardware habe ich diesen Cachetype bisher immer im Rudel angehen müssen.

Das Zollverein-Gelände ist auf Open Street Map ist sehr gut kartographiert. Die Android-App greift wahlweise live auf Google Maps oder Open Street Map zu.
Dank OSM war so eine schnelle und einfache Navigation auf den Gelände möglich. Ok, ich war schon öfters auf dem Gelände des UNESO-Weltkulturerbes. Daher reichte ein kurzer Blick auf die Karte, um zu wissen wo die nächste Station der Mission liegt. Das Gerät konnte so mit abgeschalteten Display erstmal in der Tasche bleiben.
Dort macht es sich mit einem regelmäßigen Piepen (irgendwo zwischen Zeitbombe und Geigerzähler) in Abhängigkeit von der verbleibenden Entfernung bemerkbar. Eine grobe Navigation per Gehör ist damit also möglich.
Neben der Karte hat man auch eine klassische Kompass-Ansicht zur Verfügung.

Die Cartridge des Spiels, welche dank UMTS-Verbindung auch unterwegs besorgt werden kann, lief flüssig und ohne Abstürze.
Was meine Begleiter von ihren Garmin Oregons 200 nicht sagen konnten.
Sylvias 200er ging schon bei der ersten Station aus (vermtl. nicht die neuste Firmware). Thomas hat es dank regelmäßigen Speicherns etwas weitergeschafft.  Abspeichern nach jeder Station sollte man grundsätzlich, da die ganze WhereIgo-Sache immer noch sehr buggy ist und wohl nie über die beta-Version rauskommt. Bei Thomas erschien bei einigen Stationen, der Hinweis der Ownerin man solle das Spiel draußen spielen und nicht zuhause simulieren. Warum dies bei besten GPS-Empfang und eben draußen bei „richtigen“ Spiel auftrat weiß niemand.
Irgendwann verabschiedete sich das Spiel so bei Thomas komplett und ging auf Null zurück. Alle erarbeiteten Stationen und Gegenstände waren futsch. Selbst der Fallback auf den letzen Speicherstand war nicht ganz frei von Unlogik.

Wie gesagt, ich hatte die ganze Zeit über keine Probleme mit dem Verlauf des Spiels. Im Vergleich zur Garmin Menüführung finde ich die WYG-App sogar übersichtlicher und nachvollziehbarer.
Ok, ein kleines Detail war für mich nicht so schnell ersichtlich: Der GPS-Empfang muss zu beginn manuell gestartet werden, dazu drückt man auf die Taste „GPS off“. Mir war aber zunächst nicht klar, dass „GPS off“ eine Status-Meldung ist, welche später zu „GPS on“ wird. Ich hielt es die ganze Zeit für eine Energiespartaste.

Apropos Energie, die 2 stündige Runde hat meinen Sony Ericsson Xperia X8 bei aktiven GPS und HPDSA etwa 40% Akkuleistung gekostet.

Den WhereIgo kann ich auf jeden Fall noch empfehlen. Die Kullisse ist natürlich einmalig und wird in vielen Stationen auch thematisch passend integriert. Hier hat Ute viele Funktionen genutzt, die der WhereIgo-Builder bietet. Wie immer ist der Phantasie und dem Können des Entwicklers keine Grenzen gesetzt. Zwar lässt der Builder ein Gameplay wie bei den LucasArts-Klassiken (wie Indiana Jones, Monkey Island, Day Of Tentacle, Zacken McKracken, usw.) zu, die Bedienung ist aber mals komplex. Daher sind nicht wenige WherIgos eigentlich nur virtuelle Ablesemultis.

Mit einem nun eigenen Gerät, werde ich aber in Zukunft noch viele weitere WhereIgos entdecken können.

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3 Kommentare

  1. Schon mal probiert, mit Android via Browser (egal welcher) die Cartridge von der Webseite zu laden?
    Funktioniert meines Wissens nach nämlich nicht. Es wird immer die Webseite als whereigo-datei abgespeichert.
    Falls dir ein funktionierender Weg bekannt ist, hätt ich da gerne Info zu.
    Gruß.

    Kommentar von RadlerAndi — Juli 27, 2011 @ 17:31

  2. Ich bin z.Z. auf der Suche nach einem geeigneten Downloader dafür. Also eine App, die das Speichern von Downloads auf der Speicherkarte erlaubt. Damit sollten auch WhereIGo-Cartridges speicherbar sein.

    Kommentar von ruhrcacher — August 24, 2011 @ 18:41

  3. „eine App, die das Speichern von Downloads auf der Speicherkarte erlaubt“
    ist nicht das Problem, das tut der Standard-Browser auch schon.
    Aber wie gesagt, er lässt sich vom Server den falschen Inhalt servieren.

    Vor kurzem hab ich mal Firefox und Opera (Mobile Version) für Android installiert.
    Opera gefällt mir gut, und auch der WhereIGo-Download klappt ohne Probleme.
    Damit steht dem spontanem mobilen Whereigo-Spaß nichts mehr im Wege.

    Kommentar von RadlerAndi — August 29, 2011 @ 17:09


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