Ruhrcacher Blog

Januar 25, 2009

Senseotest – Chocomel Kapseln

Filed under: Senseo — Schlagwörter: , , , — ruhrcacher @ 18:48

Mit dem heutigen Senseotest hat zusammengefunden, was zusammengehört. Meine Eltern haben die Kapseln aus Venlo mitgebracht ohne an den passenden Halter zudenken. Diesen habe ich mir zum Ausprobieren nun vom Team Magic Blue geliehen.

Es geht heute um die „Chocomel Hot“ Kakaokapseln. Chocomel ist in den Niederlanden ein überaus beliebter Schokotrunk, der heiß oder kalt genossen wird. Es gibt ihn dort in Flaschen, Dosen und Getränkekartons in fast jedem Supermarkt, jeder Tankstelle und sogar in Getränkeautomaten.
Wer Chocomel schon einmal getrunken hat, weiß den Geschmack ein zuordnen. Die Niederländer scheinen generell süße Zähne zu haben, man achte auf all die Leckereien, die schon auf dem Frühstückstoast landen…
Der Chocomel Kakao ist süßer und etwas dickflüssiger als deutscher Fertigkakao. Ich trinke auch meinen selbstangerüherten Kakao stets als „viel Kakaopulver, weniger Milch“. Die Niederländer trieben es jedoch auf die Spitze. Bei ALDI NL habe ich Fertigkakao der deutschen Hausmarke Milsani gekauft, den ich erst noch mit Milch verdünnen musste (!).

Nun haben die Holländer haben eine Möglichkeit gefunden Chocomel dirket in der Kaffeemaschine zu brühen. Also eine Lösung für alle, die gerne heißen Kakao trinken.

Bisher habe ich diese Chocomel Kapseln nur in Venlo gesehen. Man braucht dafür einen speziellen Einsatz, diesen kann man sich direkt zusammen mit einer Packung Chocomel Kapsen für 3,99 € kaufen. Eine Einzelpackung mit 8 Kapseln (á 37g) kostet ca. 2,59 €. Die Tasse war nicht mit dabei, diese gab es bei anderen Angebot dabei. In Deutschland bekommt man bislang nur übers Internet (ebay, Amazon, chocomel.nl) an Ersatzkapseln und Padhalter. Chocomel ist nun mal ein typisch niederländisches Phänomen, genauso wie sich dort auch die Senesomaschine erfolgreich verbreitet hat.
Dort bekommt man Kapseln und Halter z.B. in folgenden gängigen Läden:
Albert Heijn, Coop, Ja Linders, Jumbo, Kijkshop, Makro, Marskramer, Plus, Spar, Supercoop, Blokker und Super de Boer.
Die Herstellerseite meint, dass sie auch in Belgien verfügbaren wären.

Die speziellen Kapseln sind das Geheimnis dieses neuen Senseoproduktes. Es gibt von Senseo zwar original Kakaopads „Typ Hot Choco“, diese sind aber mit Trockenpulver gefüllt. Die Chocomel Kapseln beinhalten hingegen eine Art Schokosirup und sind luftdicht versiegelt.
Um daraus ein leckeres Heißgetränk zu zaubern, benötigt man in der Tat zwingend den gelben Spezialpadhalter, in welchen man die entsiegelte Kapsel reindrückt.

Also gehen wir den Vorgang mal durch:

1. Kapsel kräftig schütteln, damit sich der Sirup innen löst und gut verteilt.
Dann das gelbe Siegel auf der Oberseite entfernen, sonst nichts abreißen! Dann das Pad in den Padhalter legen und genau in der Mitte (!) runterdrücken bis ein Klack-Geräusch zu hören ist. Nochmals: Unbedingt nur in der Mitte drücken, wo dieser kleiner Kreis ist.
Ansonsten wird die transparente Abdeckfolie beschädigt und der Kakao wird verwässert..

Auf der Unterseite der Kapsel befindet sich ein Aluminiumsiegel, welches durch den Dorn im Halter durchbrochen wird.
So wird eine Düse freigelegt, aus der gleich der fertige Kakao in die Tasse fließt.
Macht es nicht Klick oder Klack, dann wird beim Brühen nur heißes Wasser in die Tasse fließen!

Dieses Siegel wird durch …

…diesen Pinöpel…


…aufgedrückt. Es kommt eine Düse zum Vorschein.


Durch die Düse und das Loch des Padhalters fließt der heiße Kakao.

2. Der Halter wird in die Senseo-Maschine eingesetzt, das Wasser erhitzt und dann die Einzel-Tassen-Tasse (links) gedrückt.

Laut Chocmel.nl passt der Standard-Chocomel-Kapselhalter in folgende Senseo-Modelle:HD7800, HD78100, HD7811, HD7812, HD7840
Im Gegensatz zu den Espresso-Padhaltern also auch in Modelle der ersten Baureihe. Wie man die Modelle unterscheidet, erfahrt ihr auch hier im Blog: Senseo – Unterschiede zwischen den Baureihen.
Für die neusten Modelle HD7820 bis HD7824, HD7830, HD7841 und HD7842 hingegen gibt es ein anderen, passenden Kapselhalter.

3. Chocomel Kakao aus der Senso-Maschine genießen. Das ist natürlich Geschmackssache.
Mir schmeckt der Kakao durchaus, auch wenn er von Intensität und Menge weder an (meinen) selbst angerührten Kakao noch an original Chocomel dran kommt. Ok, es ist im Prinzip original Chocomel. Aber die Tatsache, dass es mit heißem Wasser aufgegossener Schokoladensirup ist, unterscheidet ihn doch von Chocomel aus der Flasche.
Allerdings finde ich diese Art von Kakao geschmackvoller, da süßer und intensiver, als die original Kakaopads „Typ Hot Choco“ von Senseo.
Hier macht sich wohl in der Tat der Sirup bemerkbar. Im direkten Vergleich ist der Kakao aus den Pulverpads ein wenig laff. Daher würde ich bei gleichen Preis die Chocomel Kapsel vorziehen. Da sind mein Bruder und ich aber nicht einer Meinung.

Der „Sirup“ ist übrigens ein Konzentrat aus halbvoller Schokoladenmilch


Weitere Zutaten: Magermilchanteil, Zucker, Glukose, Kakao (6%), Butterfett, Kaliumchlorid, Natriumchlorid (Kochsalz), Stabilisator E339.
Das Produkt ist koffeinfrei und hat folgende Nährwerte:

Chocomel hot pro Portion Per 100g Konzentrat
Brennwert (kJ) 458 1237
Brennwert (kcal) 109 294
Eiweiß (g) 1,5g 4,5
Kohlenhydrate (g) 20 53
davon Zucker (g) 19 53
Fett (g) 2,5 7,0
gesättigt 1,5 4,5
Natrium (g) 0,13 0,05
Ballaststoffe 0,05 0,13g
Koffeeingehalt (mg) 0
Geeignet für
Vegetarier Ja
Veganer Nein

4. Müll entsorgen
Größtes Manko der Chocomel Kapseln ist ihr geringer Inhalt und der entstehende Müll. Eine Kapsel reicht für eine Tasse bzw. einen kleinen Becher.
Übrig bleibt eine leere, relativ große Plastikkapsel, die man am besten und passender Weise in der gelben Tonne entsorgt.

Bevor ich die Kapsel weggeworfen habe, habe ich sie noch seziert, um hinter ihr Geheimnis zu kommen.

Auf der Oberseite befindet sich eine wasserundruchlässige transparente Folie. Im gefüllten Zustand erkennt man dahinter den flüssigen Sirup.
Das heiße Wasser aus den Düsen der Senseo-Maschine kann nur durch winzige Löchlein in der Mitte der Kapseloberseite in die Kapsel eindringen.
Diese die äußeren Kammern der innenliegenden Röhre haben am Fuß zur Schale hin mehrere Austrittsöffnungen. Die runde Kammer in der Mitte der Röhre mündet in der Düse auf der Kapselunterseite.
Irgendwo zwischen den Kammern müssen noch andere Öffnungen versteckt sein, damit die fertige Kakaomischung den Weg zu Auslassdüse findet. Noch steige ich noch nicht ganz hinter die genaue Funktionsweise…

.

Was ich jedoch recht schnell Begriffen habe ist die Tatsache, dass man die transparente Folie unter keinen Umständen beschädigen solle.
Ansonsten dringt das heiße Wasser nicht nur durch die vorgesehenen Löcher in die Kapsel, sondern unkontrolliert durch den Riss.

Weitere Informationen und ein ausführliches Video gibt es auf www.chocomel.nl, der Herstellerseite, oder dem belgischen Pendant www.cecemel.be (dort in niederländisch und französisch). Auf der deutschen Webseite ist „Chocomel Hot“ gar nicht aufgeführt.
Weitere Videos vom Praxiseinsatz bekommt man auf Youtube unter den Suchbegriffen „Senseo chocomel.“

Ist euch die deutsche EG-Kontrollnummer „DE NW-302“ aufgefallen. Diese Kapseln kamen von der Friesland Deutschland GmbH aus Kalkar- Kehrum (NRW).

Was bleibt noch festzustellen?
Der Preis pro Tasse beträgt je nach Einkaufspreis zwischen 25 und 37 Cent. Die gleiche Menge (ca. 100 ml) selbst angerührter Kakao aus frischer Milch und Kakaopulver würde gerade mal 10 Cent kosten.
Das muss also jeder selbst Wissen, ob hier das Preis-Leistungsverhältnis bzw. das Preis-Bequemlichkeitsverhältnis stimmt.

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