Ruhrcacher Blog

Januar 19, 2009

Goldfinger für immer im Knast und GC17DT6 im Archiv

Filed under: Geocaching — Schlagwörter: , — ruhrcacher @ 23:34

Nacht für Nacht trieb Goldfinger, der goldgierige Bösewicht aus dem gleichnamiger James Bond Klassiker, sein Unwesen auf einem Rekener Lostplace. Unzählige Agententeams von nah & fern kamen in den Kreis Borken um dem Schurken Nacht für Nacht das Handwerk zu legen. Dabei war im Nachhinein großes Stilschweigen um diesen außergewöhnlichen Cache angesagt, damit nicht zu viel gespoilert wird und der Lostplace auch nicht gefährdet wird.

Klar, es geht hier um James Bond 007 – Goldfinger (Lostplace Nachtcache) (GC17DT6).
Im dritten Meeveo Pottcast, hatte ich kurz darüber berichtet.

Nun bekam dieser geniale Lostplace-Nachtcache sogar die Ehrung durch den “Geocache Award Münsterland 2008“, dessen ersten Platz er belegte.
Er galt aber schon lange als offenen Geheimtipp unter den Cachern, obwohl der nicht so ins mediale Rampenlicht gezogen wurde wie der Ostoroschno. Obwohl ich sagen muss, dass der Goldfinger-Nachtcache im Westen wohl das ist, was “Ostoroschno! Wojennyi raiyon” (GC18649) für den Nordosten der Republik ist. Eben ein aufwendig gestalteter Nachtcache, der Cacher wie wild anzieht und jeder Absolvent trotz der Strapazen überglücklich und stolz ist diesen besonderen Cache gefunden zu haben.
Zu hören bekommt man über “den Goldfinger” aber weniger in Podcasts, dafür mehr auf Stammtischen und Events. Dort ist er immer ein Gesprächsthema zwischen denen, die schon dort waren, und denen, die noch hin wollen. Schließlich war er für viele Cacher, einer der besten, den sie je gemacht haben.

Leider habe nun beide Caches eine weitere Gemeinsamkeit: Beide wurden archiviert, weil der Lostplace auf dem sie liegen einer neuen Bestimmung zugeführt wird. Dies teilte der Owner bereits vorab den anreisewiligen Cachern per Mail mit. Denn die Reservierung eines der begehrten Zutritttools wurde vom Owner immer wieder empfohlen.
Zuletzt waren zwei Tools vorhanden, die zum Absolvieren des Caches nicht nur zwingend notwendig waren, sondern auch von seiten der Owner zur Cacher-Steuerung dienten. So konnte die Anzahl der Teams auf dem Gelände einigermaßen sinnvoll begrenzt und nachvollzogen werden. Da die Wartung sehr aufwendig war, hat die Owner-Crew fast nach jedem Besuch eine kurze Inspektionsrunde vorgenommen. Das man einer der Owner vor Ort antraf war mitunter wahrscheinlich, da diese durch die Reservierung von den Besuchern wusste.
Trotz aller Bemühungen und Empfehlungen kamen immer wieder Rudel mit 20 Cachern oder mehr, die wegen dem begrenzten Zugang sich zu einer Zweckgemeinschaft zusammengeschlossen hatten. Ob solche Großgruppen dann auch zusammen los gezogen sind, entzieht sich meiner Kenntniss, wäre aber eine äußerst dumme Idee. Nur in einer kleinen, gut zusammen gestellten Gruppe von bis zu acht Cachern, kann man den Genuß solcher Caches wirklich erleben. Da waren die Stationen von den Rästeln und der technischen Raffinesse einfach zu eindrucksvoll, als das man an ihnen in Dreierreihen dranvorbei geschleppt wird.

Es ist ganz offensichtlich, dass sich hier die zehnköpfige Owner-Crew mit viel Spaß an der Freude ausgetobt haben. Was neben einem gewissen Geschick für technische Spielereien, auch Ortskenntnise voraussetzt. Um was für ein exklusives Gelände es sich nämlich handelt, wird spätestens vor Ort klar. Aber auch bei genauer Satelittenspionage kann man sich im Vorfeld seinen Teil denken: Auf dem ersten Blick sieht es wie eine Autoteststrecke aus, bem zweiten und genaueren Hinsehen offenbaren sich aber einige Auffälligkeiten in der Begrünung.
Ja, es ist ein stillgelegtes der Bundeswehr. Man lief also entlang von Fahrstaßen kreuz und quer übers Gelände, vorbei an Bunkern, Postenfernsprechern und Löschmittelkästen. Da passt es wie die Faust aufs Auge, dass das Final in einer Munitionkiste versteckt war. Die Stationen bis dorthin waren halt in solchen Fernsprechern, in Kisten und Schalkästen untergebracht. Ganz dreist wurden zusätzliche Lampen, Schalter und Steckdosen angebracht. LED-Anzeigen, Reaktivlichter und Funksender lieferten die Positionen der zu suchenden Stationen. Alles ganz großes Kino.

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1 Kommentar

  1. Schöner Blog…nun kann ja endlich das Schweigen gebrochen werden.

    In Reken gab es eine Tankstelle oder ne Imbissbude???

    Kommentar von Chris — Januar 27, 2009 @ 18:46


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