Ruhrcacher Blog

Dezember 24, 2008

Das goldene Fleece

Filed under: Allgemein, Geocaching — Schlagwörter: , , — ruhrcacher @ 13:55

Ich bin mittlerweile in Freund von Fleece-Kleidung geworden. Die hat in meinen Augen zwei wahnsinnige Vorteile: Sie hält einerseits kuschlig warm und ist sie einmal nass geworden, trocknet sie wahnsinnig schnell.

Und das nicht nur nach unfreiwilligen Kontakten mit Bachläufen und Niederschlägen aller Art. Wenn die Pullover nach ordentlich Schleudern aus der Waschmaschine kommen, sind sie nahezu handtrocken. Dies spart dann Platz auf der Wäscheleine. Bzw. im Grunde kann man sie auch sofort wieder anziehen, da auch das Bügeln oft entfällt.
Denn die Fasern sind sehr formstabil und nicht so leicht zu zerknittern und zerknautschen.

Fleece-Stoffe werden aus Kunstfasern hergestellt, üblicherweise aus bis zu 100% Polyester. Diese Faser nehmen im Gegensatz zu Naturfaser wie (Baum)Wolle keine direkte Feuchtigkeit auf. Allerdings ist Fleece auch nicht wirklich wasserdicht. Aufgenommene Feuchtigkeit wird zwischen den Fasern gehalten.
Bei ungünstiger, weil nicht atmungsaktiver, Verarbeitung kann es bei Kunstfasern auch zu unangenehmen Erscheinungen kommen. Man denke da bloß an Plastikoberbekleidung im Hochsommer. Allerdings werden Fleecestoffe doch eher in der Winterbekleidung und in der Funktionsbekleidung eingesetzt. Außerdem wird diese Kleidung dann auch atmungsaktiv konzipiert.

Wie gesagt, ich möchte meine Fleece-Pullover,-Jacken und -Decken nicht mehr missen.
Denn direkten Vergleich zur “Outdoor-Bekleidung” der Bundeswehr, aus 100% Baumwolle, habe ich erst noch am Sonntag machen könne. Nach der Kletter- und Rutschpartie bei “Der Schatz beim Silbersee II” (GCJ7PG) ist das komplette Cacheroutfit samt Matschflecken erstmal in Waschmaschine gewandert. Nun ja, auf dem anschließenden Grillevent in Solingen sah man Paddy-GE und mir an, dass wir vorher noch cachen waren ;)
Meine Jacke aus 100% Polyester und mein Fleece-Pullover kamen jedenfalls am gleichen Abend noch fast wieder einsatzbereit aus der Waschmaschine und waren an nächsten Morgen wieder tragbar.
Der Marinepullover und der Fliegeroverall (Spielanzug für T5-Cacher) hingegen hängen noch auf der Leine. Auch nach dem Schleudern halten sie an ihren Feuchtigkeitsgehalt fest…

Generell stehe ich Militärausrüstung skeptisch gegenüber, wohl bei zweckgebundener als auch zweckentfremdeter Anwendung. Das liegt einerseits an der schrecklichen Farbgebung – inbesondere das dahingesprenkelte Flecktarn der BW verursacht bei mir regelmäßig Augenkrebs-, andererseits an der oftmals klobigen Ausführung.
Als Backpacker würde ich niemals Zelte, Schlafsäcke und Kochausrüstung aus Armeebeständen verwenden: Einfach zu schwer und unhandlich. Mit (Ultra)Lightpacking hat die nichts zu tun! Selbst wenn ein Großteil aus Aluminium gearbeitet ist.
Und auch beim Cachen im Gelände möchte ich ungern eine BW-Feldflasche nebst Mehrzweckgehäuse am Gürtel haben. Im befüllten Zustand (3/4L) wiegt das Teil etwas mehr als 1Kg und klappert mehr als mein Auto. Aber ich hab sie nunmal umsonst zu ein Munibox bekommen.

Daher habe ich nur wenig BW-Zubehör in meiner Cacherausrüstung, von der bin ich dann aber auch einigermaßen überzeugt. Aber altmodisch oliv müssen sie sein, das moderne Fleckengewichse kann ich ja nicht ab. Der olivfarbene Parka mit herausnehmbaren Teddyfall ist einfach kultig. Fragt aber nicht welche Einheitsgröße ich brauch, mir passt sowohl Gr 2 als auch Gr 7 *kopfschüttel*. Am liebsten trage ich den Parka im Herbst und Winter, denn erhält schön warm. Im Frühjahr/Sommer hingegen kann man ihn als Picknickdecke missbrauchen. Nur bei Sommerregen könnt ihr ihn vergessen. Ohne Innenfell (im Sommer, hallo!!) wird man im plötzlichen Platzregen nass bis auf die Haut. Und jedes OpenAir Festival beinhaltet nun mal eine solche Gratisdusche ;) Die Bundeswehr hat dafür als Ergänzung einen Nässeschutz vorgesehen, ich als Geocacher sehe dafür lieber gleich eine vernünftige Regenjacke vor!
Ebenfalls oliv ist mein Geocacher-Strampelanzug, ein BW-Fliegeroverall, den ich für GC17DT6 (5/5er) günstig in der Bucht geschossen habe. Seit dem trage ich überall von D>3 Matsch und Dreck vermuten lassen. Das Teil hat viele praktische Taschen, aber ich habe null Plan davon wofür die übrigen Schlaufen und Knöpfe sind…
Eher von einfacher Gradlinigkeit ist dieser marineblaue Wollpullover, wie er gerne bei eben selbiger, der Wasserschutzpolizei, Küstenwache, Bundespolizei und der Feuerwehr genutzt werden. Sie sind robust und wärmend, aber nicht wirklich mehr tragbar wenn sie durch und durch nass geworden sind. Keine Ahnung warum sie dann ausrechnet bei den genannten Berufsgruppen eingesetzt werden.

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