Ruhrcacher Blog

November 20, 2008

Lange Winterabende (2): Mysteries auf Halde

Filed under: Geocaching — Schlagwörter: — ruhrcacher @ 13:02

Der Typ, der von den meisten Cachern Mystery (pl. Mysteries) genannt wird, heißt bei Groundspeak auch “Unkown Cache“.
Dahinter kann sich alles mögliche verbergen, was sich nicht einem der anderen Cachetypen zuordnen lässt.
Dieser Umstand, dass man nicht weiß auf was für ein Listing man hinter dem blauen Fragezeichen stößt, macht die Sache auf der Karte sehr unübersichtlich.

Für mich teilt sich die Mehrzahl der gelisteten Caches in eine dieser drei Kategorien ein:

Rätselcaches:
Die Header-Koordinaten sind i.d.R. willkürlich gesetzt und haben nichts mit dem Cacheversteck zu tun. Um an die richtigen Koordinaten zu gelangen muss man ein Rästel lösen. Dessen Lösung sind entweder die richtigen Koordinaten oder eine relative Ortsangabe (”am Bismarck-Denkmal in Bochum-Stahlhausen”).
Die neuen Koordinaten führen dann entweder direkt zum Cache (Mystery-Tradi) oder zum Ausgangspunkt eines Multis.
Das ist leider immer aus dem Listing ersichtlich. Problematisch ist beim dem Typ auch die Einstufung der Schwierigkeit. Es müssen ja die Schwierigkeit des Rätsel und der Suche vor Ort kombiniert und in Sternchen ausdrückt werden.

Caches mit Logbedingung:
Da es den Cachetyp “Webcam Cache” bei Groundspeak nicht mehr für neue Cacheanmeldung gibt (nur noch für Bestandscaches), werden diese nun oft als Mystery gelistet. Allerdings ist hierbei eine physikalisch vorhandenen Dose erforderlich.
Generell sind alle Listings, die eine Logbedingung stellen, als Mystery einzustellen. Logbedingungen können sein: das Aufnehmen eines Fotos sein, das Mailen eines im Cache hinterlegten Kennwortes an den Owner, das Schreiben des Logs in Gedichtform oder oder oder. Der Kreativität des Owners sind da keine Grenzen gesetzt.
Je nach Aufgabenstellung (z.B. Selbstporträt am Cache) kann dies aber umstritten sein, da die Community dies oft als reine Voyeurismus betrachtet. Umgekehrt betreiben etliche Cacher einen gewissen Aufwand um originelle Fotos abzuliefern (z.B. wenn eine Verkleidung gefordert wird).
Unverfänglich sind hingegen Fotos vom GPS-Gerät o.ä., die als reiner Nachweis der tatsächlichen Anwesenheit dienen.
Neuerlich las man im grünen Forum von gefrusteten Owner, die Rudelcachen bei ihren Caches unterbinden wollen indem sie entsprechende Logbedingungen aufstellen. Ganz klar wären diese Caches dann als Mystery einzustellen.

Unbekanntes:
Der ganze Rest ist dann wie der offizielle Name “Unkown Cache” sagt unbekannt. Oftmals ist dem Cacher in der Tat unbekannt, was ihn/sie vor Ort erwarten wird.
Das können zwar sehr schöne Multis sein, aber oft sind es auch Offset-Caches bei denen die Koordinaten eine hohe Abweichung aufweisen. Der Mystery-Typ wird auch gewählt um Kollisionen mit der 160m-Regel umgehen/verschleiern.

Insbesondere weil sich der Typ Mystery so zur Müllhalde entwickelt hat, sind die ?s bei vielen Premium Membern auf der Ignorelist gelandet. Oftmals aber auch es dem einzigen Grund keine Rästel lösen zu müssen um endlich (auf der Karte) heinzelfrei zu werden.
Ein weiteres Manko bei Mysteries ist, dass sie oftmals nicht unterwegs lösbar sind. Es sind schließlich bei den Rätselcaches oft umfangreiche Recherchen im Internet oder Bibliotheken erforderlich. Also werden auch deshalb die ?s aus den PQs herausgefiltert.

Aber Leute: Jetzt ist wieder die Jahreszeit in der man Mysteryrätsel auf Halde lösen kann. Man kann es sich super mit ne’r Tasse Glühwein am Computer sitzen oder es sich mit Laptop & einer Tüte Spekulatius auf dem Sofa bequem machen.
Viele Arten von Rästel lassen sich mit etwas Routine sogar recht fix lösen.
Gängige Hilfsmittel dazu sammle ich in meinem Mysteryhilfen. Wann und wie man diese anwendet möchte ich aber euch nicht verraten ;)

Bevor man planlos in den Wald rennt und evtl. an der falsche Stelle sucht (weil man verrechnet hat), bieten viele Cacheowner die Möglichkeit die ermittelten Koordinaten auf Geochecker zu überprüfen.
Der Dienst ist für Owner & Cacher kostenlos und liefert entweder ein Richtig oder Falsch. Ein Wartezeit zwischen zwei Eingaben soll exzessives Trail ‘n’ Error erschweren.

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