Ruhrcacher Blog

Oktober 27, 2008

Wird die 46m Regel überhaupt beachtet?

Filed under: Geocaching — Schlagwörter: — ruhrcacher @ 21:56

Die Guidelines von Groundspeak sind an sich sehr sinnvoll. Dienen sie doch für ein Mindestmass an Qualitätssicherung (160m Abstand, keine virtuellen Caches), aber vor allem zur Schutz der Natur und zur Wahrung des Ansehens von Geocaching. Letztes ist natürlich eng verbunden mit dem Ansehen von Groundspeak, deren kommerziell orientierte Plattform von Außenstehenden (u.a. Behören & Medien) schnell als “Organisator/Intitiator” gesehen werden könnte.

Die Regeln sind eindeutig, sinnig und nachvollziehbar

  • Caches hidden in close proximity to active railroad tracks. In general we use a distance of 150 ft (46 m) but your local area’s trespassing laws may be different. All local laws apply.
  • Caches near or on military installations.
  • Caches near, on or under public structures deemed potential or possible targets for terrorist attacks. These may include but are not limited to highway bridges, dams, government buildings, elementary and secondary schools, and airports.

Keine Frage dass es in letzter Zeit in Deutschland auch Reviewer gab, die kurzer Hand einige Regeln bzw. Interpretationen der Guidelines aufstellten. Z.B. eine nicht dokumentierte Bannlinie um Spielplätze und das Verbot von Cacheserien.
Statt das sie die Einhaltung der gemeißelten Guidelines verfolgen. Wie z.B. die aufgeführte 46m-Abstandsregel zu Bahngleisen, die dem Schutz der Cacher und der Konflikvermeidung mit den Bahngesellschaften dient.
Bahnhofcaches wurden damit fast unmöglich gemacht. Dennoch habe findige Owner Lösungen für dieses, in ihren Augen, Problem gefunden. So bescheren uns GC1EVZ2 und GC1EYRT gleich zwei regelkonforme Tradis mit Bahnhofsbezug.

Aber es gibt nicht nur positiv Beispiele! Sieht man mal von den Bahnhofcaches mit Bestandsschutz ab, sind Bahnhofcaches oft Mysteries und Multis. Dieser Trend ist vorallem bei den neueren Veröffentlichungen (2007/08) auszumachen!
Leider werden diese Cachetypen wohl oft nur zu Umgehung der Abstands-Regeln gewählt: Man soll erst eine Informationstafel oder einen Kanaldeckel ablesen um im nächsten und letzten Schritt den Final direkt neben den Schienen zu finden.
Dann befindet sich der Final auch noch am Ende des längsten Bahnsteiges wo das Döschen in 5m Entfernung zu den Gleisen versteckt ist. Unbedachterweise genau dort wo der Bahnsteig schmal und entlegen ist und von den den Zügen mit noch unvermindeter Geschwindigkeit angefahren wird.
Leicht vertut man sich auch beim Aufsuchen des richtigen Bahnsteiges und ist dann leichtsinnigerweise geneigt schnell über die Gleise abzukürzen.

Einen Cache dort unter vorsätzlicher Mißachtung der Regeln zu verstecken ist genau so daneben wie diese beim Reviewen freizugeben. Schauen denn unsere Reviewer denn nicht einmal auf die Satelitenbilder und fordern die Finalkoordinaten an? Und kann man neue Caches nicht auch außerhalb des Bahnhofs (auf dem Vorplatz) verstecken, so man keinen Terroralarm auslöst bzw. Cacher gefährlich nah an die Gleise schickt?

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