Ruhrcacher Blog

Oktober 20, 2008

Travelbugs mit Erinnerungsvermögen

Filed under: Geocaching — Schlagwörter: , — ruhrcacher @ 09:59

USB-Travelbug

Unzweifelhaft ist Geocaching ein sehr technikaffines Spiel. Dies spiegelt sich nicht nur an der Cacherausrüstung und den Spielereien bei Stages wieder. Der Techie hängt auch gerne das ein oder andere Gadget an eine Travelbug-Marke. Ein Klassiker ist mittlerweile der reisende USB-Stick.

Dieser soll auf seinem Trip Dateien sammeln, die ihre Gastwirte auf ihn laden können.
Idealerweise Fotos von den Orten der Reise, coole Musik, Geocaching-Tools oder schöne Grüße.
Leider ist es nicht immer auszuschließen, dass auch Malware (wie Viren, Trojaner, etc.) an Bord gelangt ist oder der Stick bewusst verseucht in Umlauf gebracht wurde. Generell ist bei Speichermedien aller Art aus unbekannter Herkunft Vorsicht geboten. Ein eingeschalteter Virenscanner auf dem neusten Stand und eine gut konfigurierte Firewall sind bei Begutachtung des Mediums Pflicht.
Noch besser ist es natürlich den gefunden Stick auf einem weniger anfälligen Betriebssystem (UNIX/LINUX oder MacOS) zu testen und dabei kurzzeitig auf eine Internetverbindung zu verzichten.
Bewährt hat sich bei mir die kostenlose KNOPPIX Live-CD/DVD, die keine Installation voraussetzt.
Live-CD bedeutet dass diese eingelegt wird, der PC neugestartet und dann eine sofort lauffähige und recht umfangreiche Linux-Distribution gebootet wird. Diese halt etliche Anwendungen, Systemtools und Treiber integriert, hinterlässt aber keine Spuren auf der Festplatte. Denn nach dem Entnehmen der CD und erfolgten Neustart kann wieder das ursprüngliche Betriebssystem genutzt werden. Ideal also wenn man nur kurzzeitig eine sichere Umgebung benötig und die dauerhafte Installation eines weiteren Betriebssystems scheut.Aber auch die Physik kann dem Erinnerungsvermögen des Travelbug den Gar aus machen. Erschütterungen, Feuchtigkeit und Dreck sind der natürliche Feind von elektronischen Geräten.
Es gibt zwar Outdoor-Speichersticks die härter im Nehmen sind, diese sind aber teuerer in der Anschaffung und daher weniger oft anzutreffen. Oft werden ausgediente Sticks mit geringer Speicherkapazität losgeschickt, deren Trennung man verschmerzen kann.

Ein vor mir gefundener Stick, den ich als Zweiter in die Finger bekommen habe, lies sich schon gar nicht mehr lesen. Der PC meldete “Datenträger ist nicht formatiert”. Auf Nachfrage beim Owner sollte dies aber der Fall sein und ich dürfte ihn natürlich neuformatieren. Bei genauerer Betrachtung entpuppte sicher der USB-Flashspeicher-Stick als USB-Kartenleser-Stick mit eingelegter SD-Karte. Und nach entfernen des verschließenden Klebebandes offenbarte sich das wahre Malheur: Die “große” SD-Karte bestand aus zwei Teilen weil sie eine Adapterkarte für Mini-SD-Karte war. Und dieser Adapterteil hatte sich von Teil mit den Goldkontakten gelöst.
Lösung für das Problem war die beiden Teile ebenfalls mit Klebestreifen zusammenzuhalten und die Endkappe auch wieder dauerhaft mit dem Stick zu verbinden.

Auch wenn in diesem Blogeintrag die kritischen Seiten dieser TB-Mode beleuchtet wurden, so bin durchaus ein Fan dieser Anhängsel. Bin halt auch Techie ;) .

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